Nach einem abdominalen Trauma spielt die Ultraschalluntersuchung eine zentrale Rolle bei hämodynamisch instabilen Patienten, da sie eine schnelle Erkennung eines Hämoperitoneums ermöglicht, das eine sofortige Laparotomie erfordert.
Bei nicht-traumatischen abdominalen Notfällen trägt die frühe sonografische Erkennung lebensbedrohlicher Erkrankungen (wie einer extrauterinen Schwangerschaft oder eines rupturierten Aortenaneurysmas) ebenfalls dazu bei, die Überlebenschancen der Patienten zu verbessern.
Der Ultraschall ist jedoch kein perfektes Verfahren, da seine Sensitivität und Spezifität je nach Patient und untersuchten Strukturen stark variieren können.
Der Kliniker muss die wichtigsten Indikationen und Limitationen der abdominalen Sonographie unbedingt kennen, um ihren Nutzen im diagnostischen und therapeutischen Entscheidungsprozess optimal einzusetzen.